Roger Edelmann
hat im Rahmen der Aktionstage gegen Gewalt an Frauen drei Sitzbänke umgestaltet.
Eine Sammelstelle beim Spielplatz im Vögelipark wird es nicht geben, da die Vorschriften das Vorhaben verunmöglichen.
Das Vorhaben einer Wertstoffsammelstelle beim Flawiler Vögelipark sorgte für Diskussionen und erheblichen Widerstand bei den Anwohnenden. Nun steht fest, was mit dem Projekt geschieht.
Flawil «Der Vögelipark muss als Erholungsraum, Spielplatz und Naturgebiet erhalten bleiben», sagte Nicole Zehnder diesen Juni im Gespräch mit den «Wiler Nachrichten» (WN vom 12. Juni). Nachdem Ende März im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes die dortige Sammelstelle für Alu, Glas und Textilien aufgelöst worden war, stellte der Gemeinderat ein Baugesuch für eine neue Sammelstelle beim Vögelipark. Doch das Vorhaben stiess nicht nur bei Nicole Zehnder, sondern auch bei weiteren Flawilerinnen und Flawilern auf Widerstand: «Es gingen zwölf Einsprachen sowie drei persönliche Rückmeldungen während der öffentlichen Auflage bei der Gemeinde ein», sagt der Kommunikationsbeauftragte Pascal Häderli.
Wie kam es zum Standort Vögelipark? «Es wurde im März beschlossen, einen neuen Standort für eine Sammelstelle im Zentrum zu suchen», erinnert sich Häderli. Diese gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet: «Es gibt zahlreiche Faktoren», weiss er, «die bei der Standortsuche berücksichtigt werden müssen.» So gebe es einen Mindestabstand zu anderen Sammelstellen und zu Wohnbauten einzuhalten. «Der Abstand zu Wohngebäuden dient vor allem dem Lärmschutz», sagt Häderli. «Auch der Abstand zur Strasse darf nicht mehr als vier Meter betragen. Dies, damit die Zufahrt des LKWs gewährleistet werden kann.» Zudem, betont der Kommunikationsbeauftragte, dürfe eine Sammelstelle nicht unter Baumkronen und nicht über Werkleitungen, Tiefgaragen oder Kellergeschossen liegen.
Trotz all dieser Vorschriften prüfte der Flawiler Gemeinderat verschiedene Standorte am Marktplatz, bei der Wiese neben der Migros, bei der Schützenwiese und beim Vögelipark. «Die Lärmschutzvorschriften hätten beim Vögelipark nur mit unverhältnismässigem Aufwand eingehalten werden können», verrät Pascal Häderli. «Trotzdem wollte man einen neuen Standort im Zentrum ermöglichen, weshalb ein Baugesuch für den Vögelipark eingereicht wurde.» Die zahlreichen Einsprachen sowie die strengen Auflagen führten dazu, dass das Baugesuch zur Sammelstelle am Vögelipark zurückgezogen wurde. «Der Gemeinderat schrieb die Einsprachen entsprechend als erledigt ab», sagt Häderli.
Neben der Sammelstelle am Marktplatz gibt es sechs weitere Werkstoffsammelstellen in der Gemeinde, welche allesamt ausserhalb des Zentrums liegen, betont Pascal Häderli. «Ein allfälliger Ersatz für die Sammelstelle am Marktplatz hätte einer in der Nähe der Einkaufsmeile werden sollen», verrät er. Die Vorschriften verunmöglichen jedoch einen Ersatz: «Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, in Zukunft generell davon abzusehen, in Wohngebieten Wertstoffsammelstellen zu bauen.» Ausgenommen seien Grossüberbauungen im Rahmen von Sondernutzungsplanungen, sagt der Kommunikationsbeauftragte abschliessend. Damit bleibt der Vögelipark, wie er war.
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