Walter Gysel
stellt den Chor Mundo Unido im WN-Vereins-Domino vor.
"Wir brauchen definitiven und richtigen Schulraum", betont Schlpräsidentin Marion Harzenmoser.
Nach dem Nein zur Schulraumvorlage im Februar arbeitet die Gemeinde Uzwil an neuen Lösungen. Schulpräsidentin Marion Harzenmoser betont: Der Handlungsbedarf bleibt akut.
Uzwil «Die Kinder sind da, der Schulraum nicht», betont Marion Harzenmoser, Schulpräsidentin und Gemeinderätin des Ressorts Bildung und Familie der Gemeinde Uzwil. «Pflästerli reichen angesichts der Grösse der Herausforderung nicht mehr aus», fügt sie ernst hinzu. Uzwil braucht dringend Schulraum. Da sind sich auch Peter Steiger, Nelly Kaufmann und Martin Gyger einig. Die drei äusserten sich in der letzten Ausgabe der WN jedoch kritisch über die Herangehensweise der Gemeinde. So ist es für sie unverständlich, dass am Projekt «Sonnmatt» trotz eines Neins an der Urne festgehalten wird.
Eine kontroverse Diskussion, so Marion Harzenmoser, gehöre zu einer Demokratie dazu. «Ergebnisse können knapp sein. Das Nein am 9. Februar hat uns doch sehr überrascht. Es hat uns aufgezeigt, dass die Kommunikation zum Projekt ungenügend war.» Daraus habe man seine Lehren gezogen, betont die Schulpräsidentin. Auf die Frage, weshalb trotz des Neins an der Urne weiter am Standort Sonnmatt gearbeitet werde, antwortet Harzenmoser: «Entscheide brauchen Grundlagen. Wir arbeiten mit Hochdruck und ergebnisoffen an diesen Entscheidungsgrundlagen, an Optionen und Szenarien für verschiedene Standorte. Die Sonnmatt ist einer davon.» Dabei halte man an nichts fest und schliesse zum jetzigen Bearbeitungsstand auch nichts aus. «Wir befinden uns auf einem Weg ohne Scheuklappen», so die Schulpräsidentin. «Wo wir am Ende dieses Weges landen, wissen wir, wenn wir unsere Aufgaben erledigt haben. Die Zeit des Entscheidens wird kommen.» Eine Bevölkerungsbefragung habe gezeigt, dass 93 Prozent den Ausbau des Schulraums für notwendig halten, sagt Harzenmoser. «In unserem Verständnis erwartet die Bevölkerung auch, dass wir die Thematik fundiert und umfassend angehen, Optionen und Szenarien entwickeln und vergleichen, intensiv nach Lösungen suchen, ohne schon im Voraus im Sinne von ‹verbotenem Denken› Varianten auszuschliessen.»
Verschiedene Standorte seien bereits vor der Abstimmung geprüft worden und auch heute noch Thema. «Ein Schulstandort muss unter verschiedenen Gesichtspunkten am richtigen Ort sein. Er beansprucht eine grosse Fläche», weiss Marion Harzenmoser. Diese Flächen sollten der Gemeinde bereits gehören, oder aber für diese erhältlich sein. «Wenn man rasch handeln will, muss der Standort zudem in der richtigen Zone liegen», betont Harzenmoser. Der Standort beeinflusst natürlich auch die Kosten direkt und spürbar. «Bei Orten, die nicht der Gemeinde gehören, kommen Millionen für die Landkosten dazu», erklärt die Schulpräsidentin und ergänzt, man sei in Gesprächen mit verschiedenen Eigentümerschaften.
Die Standortwahl war ebenfalls Thema im ersten Dialog der Echogruppe. «Nach den Sommerferien trifft sich die Gruppe erneut», sagt Harzenmoser. Für die Gemeinde sei die Echogruppe ein wichtiger Resonanzkörper: «Wir wollen aufmerksam hören, was ihre Mitglieder sagen, was sie von den Bürgerinnen und Bürgern in die Gruppe tragen und dann entsteht eine Rückmeldung.» Zwischenschritte würden der Bevölkerung zurückgespiegelt, erklärt und diskutiert, betont sie. Die Entscheidung könne die Echogruppe der Bevölkerung sowie der Gemeinde jedoch nicht abnehmen.
«Wir brauchen einerseits kurzfristig zusätzliche Provisorien nebst denen, die wir schon haben», sagt Marion Harzenmoser. Andererseits sei dringend «richtiger» Schulraum, mit allem, was heutzutage dazugehöre, notwendig: «Von Turnhallen über die Aula, von Gruppenräumen bis Fachzimmern sowie Aufenthalts- und Verpflegungsräumen. Ein Schulhaus beinhaltet wesentlich mehr als ein paar Klassenzimmer», stellt sie klar. Nach 40 Jahren ohne neues Schulhaus sei die heutige Generation gefordert: «Wir planen, im kommenden März an der Urne über neuen, zukunftsfähigen Schulraum abzustimmen», sagt die Schulpräsidentin abschliessend.
Von Dominique Thomi
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