Lukas Tribelhorn
verrät, wie es nach der Niederlage von «Wil will wohnen» weitergeht.
Roger Edelmann fordert in einer Interpellation den frühen Einbezug der Bevölkerung beim Schulhaus Schillerstrasse. So will er das Scheitern des Projekts verhindern.
Wil Der Stadtrat beabsichtigt, dem Stadtparlament einen Antrag zur Bewilligung zusätzlicher Planungsmittel in der Höhe von 1,8 Millionen Franken für die Weiterentwicklung des Wettbewerbsprojekts «Primarschulhaus Schillerstrasse» zu unterbreiten. Diese Mittel sind im Investitionsplan 2025–2035 vorgesehen. Roger Edelmann der FDP Wil schlägt in seinem Interpellationsschreiben vor, durch eine Abstimmung über einen Rahmenkredit die Bevölkerung schon jetzt mit einzubeziehen und ihr damit eine grundsätzliche Entscheidung über Projekt und Kostenrahmen zu ermöglichen. In jüngster Zeit hätten sowohl in Wil als auch in anderen Gemeinden mehrere grosse Infrastrukturprojekte gezeigt, wie wichtig eine frühzeitige, transparente und gut abgestützte Kommunikation mit der Bevölkerung sei, so der Stadtparlamentarier. «Wenn Bevölkerung, BVK und Parlament erst spät einbezogen werden, steigt das Risiko, dass fortgeschrittene Projekte scheitern können. Damit gehen nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Steuergelder verloren.» Gerade in der aktuellen finanziellen Situation der Stadt Wil sei es umso wichtiger, Investitionen frühzeitig abzusichern. Ein solcher Ansatz wird gemäss Edelmann bereits andernorts erfolgreich umgesetzt: Der Kanton St.Gallen lässt am 8. März über einen Rahmenkredit für das neue Berufs- und Weiterbildungszentrum in Rapperswil-Jona abstimmen. «Diese Interpellation richtet sich nicht gegen das Schulhausprojekt, sondern will sicherstellen, dass wir als Stadt verantwortungsvoll, vorausschauend und im Interesse der Steuerzahlenden handeln», betont der Parlamentarier zum Schluss.
Linda Bachmann
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