Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Der Club Elegant in Oberbüren leidet besonders unter der Schliessung wegen des Coronavirus. das
Als das Coronavirus die Schweiz im Februar erreichte, machte sich Melanie grosse Sorgen. «Ich hatte ständig Angst, mich und meine Familie, die ich regelmässig in Rumänien besuche, anzustecken», erinnert sie sich an die schwierigen Wochen vor dem Lockdown zurück. Um eine Infektion zu vermeiden, hatte sie immer ein kleines Desinfektionsfläschchen in ihrer Handtasche dabei. Im Club Elegant habe man noch grösseren Wert auf Hygiene gelegt, als man es ohnehin schon tue. Es sei akribisch darauf geachtet worden, alles keimfrei zu halten. Melanie desinfizierte sich bei jeder Möglichkeit die Hände. «Im März kamen schon viel weniger Kunden zu uns», sagt Melanie. «Vermutlich hatten sich viele vor allem ältere Kunden Sorgen gemacht, sich anzustecken.» Dann kam der 16. März und das Geschäft stand plötzlich still. Seit dem Lockdown hat die 23-jährige Rumänin ihre Familienangehörigen nicht mehr gesehen. Nur per Telefon und Facetime kommuniziere man. Das sei zwar schön, doch die Trennung macht sie trotzdem sehr traurig. «Geld verdiene ich zurzeit keines. Die Arbeit im Club Elegant ist meine Haupteinnahmequelle», so Melanie. Sie sei sehr froh und dankbar, dass sie hier gratis wohnen könne und ihr Essen finanziert werde. «Doch ich möchte vor allem so schnell wie möglich wieder arbeiten», betont sie.
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