Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Das ehemalige Wohnhaus Dobler hinter Hanspeter von Rotz und Martina D’Aloisio soll einem Gewerbehaus weichen. Gemeinsam
mit der noch leeren Wiese dahinter wird es zukünftig zum Generationenprojekt Wil West gehören.
Die Autowelt von Rotz ist entscheidender Akteur in der Entwicklung von Wil West – und hat bereits grosse Pläne. Hanspeter von Rotz lässt sich in die Karten blicken, erzählt von der Suche nach Ankermietern und den schweizweit bekannten Maklern, die ins Boot geholt werden.
Wil/Münchwilen Hanspeter von Rotz und Martina D’Aloisio, Geschäftsführerin der Immobilienfirma von Rotz, stehen auf dem Aussichtsturm der Autowelt von Rotz AG. Sie blicken über die zahlreichen Gebäude und Arbeitsplätze, die in den letzten 43 Jahren hier entstanden sind. «Kaum zu glauben, dass es nur dieses kleine Gebäude dort und eine Toyota-Garage gab, als ich ein Kind war», sagt D’Aloisio. Von Rotz nickt: «Wir sind immer gewachsen – und tun es weiter.» Seit er sein Geschäft 2020 an seine Kinder und seinen Schwiegersohn übergab, hat die Autowelt nochmals einen Wachstumsschub erlebt. Nun steht der nächste an. Und was für einer. Im Zusammenhang mit Wil West ist Grosses geplant.
Die Familie von Rotz besitzt im Westen Wils insgesamt 50‘000 Quadratmeter Land. Sie ist eine entscheidende Akteurin in der Realisierung von Wil West. «Aktuell stehen wir mit den Kantonen Thurgau und St. Gallen kurz davor, einen Vertrag für einen Landabtausch über 10‘000 Quadratmeter zu unterzeichnen. So sollen die Wil-West-Zubringer optimal realisiert werden», erklärt Hanspeter von Rotz. Für die eigene Entwicklung in Wil West hat er kürzlich einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. «In diesen Tagen soll ein Büro ausgewählt werden», freut sich von Rotz. Wichtig sei es ihm, auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen zu achten – beispielsweise mit konsequentem Wachstum in die Höhe. «Uns schwebt der Bau von vierstöckigen Gebäuden vor. Parterre und erstes Obergeschoss werden für die eigene Geschäftsentwicklung benötigt, für die oberen Stockwerke suchen wir nach national und international tätigen Ankermietern. » Wie von Rotz erzählt, werde man für die Suche drei Maklerbüros, die bereits beim «Circle »-Projekt am Flughafen Zürich engagiert waren, ins Boot holen.
Grosses Potenzial sieht Hanspeter von Rotz zukünftig in den Sparten Elektro- und Freizeitmobilität mit Campern und Zubehörshop. Von den 4000 Fahrzeugen, welche die Autowelt von Rotz AG jährlich verkauft, sind bereits zehn Prozent elektrisch betrieben. «Wir möchten die Elektrosparte weiter ausbauen und uns im Rahmen von Wil West als nationales Kompetenzzentrum für Elektromobilität und alternative Antriebe etablieren», so von Rotz. Dies brauche Platz und Know-how. Deshalb sei für die 125 Mitarbeitenden ein Parkhaus geplant. Dieses ist zusätzlich auch für neue Fahrzeuge und Vermietungen vorgesehen.
Ob all diese Ziele realisiert werden können, hänge nun stark von der Gebietsentwicklung in Wil West ab, sagt Hanspeter von Rotz. «Nur wenn die visionären Pläne umgesetzt werden, können wir unsere geplanten Investitionen angehen. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass die Menschen im Wirtschaftsraum Wil diese Chance packen werden.» Als Beweis der Zuversicht und «um ein entsprechendes Signal zu senden», so Hanspeter von Rotz, starte die von Rotz-Gruppe bald mit einem Projekt an der Zürcherstrasse 16. Für das ehemalige Wohnhaus Dobler wird demnächst ein Baugesuch für den Abbruch und Neubau eines Gewerbehauses beim Kanton St. Gallen eingereicht. «Wir drücken nun aufs Gaspedal», sagt Hanspeter von Rotz. Er lässt noch ein letztes Mal den Blick über die Autowelt schweifen, steigt vom Aussichtsturm und geht einer aussichtsreichen Zukunft entgegen.
Von Darina Schweizer
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