Ramon Gschwend
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So soll der Wiler Bahnhof zukünftig aussehen.
Die Grünen Pro Wil wollen wissen, welchen Einfluss ein Volksnein zum 64-Millionen-Bahnhofsplatz auf das gesamte Bahnhofsprojekt hätte.
Wil Die Entwicklung des Bahnhofsareals ist ein wichtiger Teil der aktuell laufenden Ortsplanungsrevision der Stadt Wil. Rund um den Bahnhof sollen 300 Wohnungen und dieselbe Fläche fürs Gewerbe entstehen (WN vom 1. Oktober). Über diesen Masterplan mit Einbezug von Privatinvestoren informierten die Verantwortlichen der Stadt erst kürzlich. Am 29. November stimmen die Wiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über einen Kredit von 64 Millionen Franken für die Umgestaltung des Bahnhofplatzes ab. Die Grünen Prowil wollen nun genau wissen, welchen Einfluss ein Nein für den 64-Millionen-Kredit auf das Bahnhofsprojekt als Ganzes hätte.
In die Planung für die Aufwertung des Wiler Bahnhofareals seien über die Jahre bereis erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen in Masterplanung, Wettbewerb, Vorprojekt sowie Bau- und Auflageprojekt investiert worden, schreibt die Fraktion in ihrer Anfrage an den Stadtrat. Hinzu kämen Aufwendungen der Stadtverwaltung, der Regio Wil im Zusammenhang mit den Agglomerationsprogrammen sowie weiterer Projektpartner. «Bei einem Projekt dieser Grössenordnung ist es richtig, die Kosten genau zu hinterfragen. Für einen fundierten Entscheid müssen aber beide Seiten bekannt sein: nicht nur, was das vorliegende Projekt kostet, sondern auch, welche finanziellen und planerischen Folgen ein Nein mit anschliessender Neuplanung hätte», hält Fraktionspräsident und Erstunterzeichner Michael Sarbach fest.
Stadtrat und Departmentsleiter Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) , Manuel Nick, betonte bei der Vorstellung des Masterplans für das Bahnhofsareal, dass der Ausgang der Abstimmung für die weitere Entwicklung des Bahnhofgebiets relevant sei: Ein Ja zum Bahnhofplatz würde den Investoren ein positives Signal geben und damit Vertrauen in den Standort Wil schaffen. Ein Nein würde die Entwicklung nicht grundsätzlich stoppen, könne aber dazu führen, dass einzelne Bereiche des Masterplans angepasst oder ausgeklammert werden müssten.
Die Grünen Prowil wollen mit ihrer Anfrage an den Stadtrat nun in Erfahrung bringen, wie viel die Stadt und weitere Projektpartner bisher investiert haben, welcher Teil dieser Kosten bei einer Ablehnung verloren wäre und welche zusätzlichen Kosten und Verzögerungen eine neue Planung verursachen würde. Zudem geht es um die Auswirkungen eines Neins auf übergeordnete Verkehrs- und Entwicklungsplanungen sowie darum, ob die ÖV-Erschliessung von Wil West und weiterer Entwicklungsgebiete auch ohne den geplanten Ausbau sichergestellt werden könnte. Die Ortspartei erwartet, dass der Stadtrat ihre Fragen möglichst transparent und rechtzeitig vor der Volksabstimmung beantwortet werden.
Linda Bachmann
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