Cornelia Scheiwiller
stellt das Konzertprogramm 2026 im Kloster Fischingen vor.
Cannabis ist in der Schweiz präsent und die Risiken für Jugendliche und Konsumierende bleiben hoch. Fachärztin Gabriella Hunziker warnt vor einer Verharmlosung der Pflanze.
Mühlrüti Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) hat am 29. August eine Vernehmlassung eröffnet. Diese soll den Konsum von Cannabis für Erwachsene legalisieren sowie Anbau, Herstellung und Verkauf regeln, ohne den Konsum zu fördern. Die SGK-N spricht von einer Regulierung des Cannabis-Marktes für einen besseren Jugend- und Konsumentenschutz. «Das ist reine Augenwischerei», sagt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Gabriella Hunziker. «Das Wort ‹Regulierung› soll andeuten, dass man es im Griff hat. Doch Cannabis ist und bleibt schädlich», sagt die Mühlrütenerin deutlich.
«Ich war in der Zeit von ‹Platzspitz› ein Teenager und musste zusehen, wie meine Klassenkameraden Cannabis konsumierten», erinnert sich Hunziker. Viele, so die gebürtige Zürcherin, seien heute nicht mehr am Leben. «Hanf ist nach wie vor eine Einstiegsdroge und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.» Zudem sei die heutige Droge rund fünfmal so gefährlich wie noch vor 30 Jahren: «In den 80er-Jahren enthielt das Gras rund vier Prozent Tetrahydrocannabinol (THC). Heute sprechen wir von über 20 Prozent», sagt die Fachärztin mit Nachdruck. «Das THC», weiss sie, «hat einen erheblichen Einfluss auf die Hirnentwicklung.» Hunziker sieht die Gefahr vor allem beim Konsum der Jugendlichen: «Das menschliche Gehirn ist erst im Alter von 25 Jahren voll entwickelt. Wird Hanf bereits davor regelmässig konsumiert, kann dies zu Störungen in der Persönlichkeit führen.»
Bereits während ihres Medizinstudiums sah sich Gabriella Hunziker mit den Auswirkungen der Drogen konfrontiert. «Ich arbeitete in einer Frühpsychosestation und war täglich mit Jugendlichen in Kontakt, die durch Cannabis-Konsum an schizophrenen Psychosen litten.» So könne sie sich noch an einen jungen Mann erinnern, der dachte, er habe die Fähigkeit, mit Autos zu sprechen. «Diese Gefahren», betont die Fachärztin, «sind in der Öffentlichkeit zu wenig Thema. Cannabis wird oft verharmlost und als Naturheilmittel dargestellt.» Doch auch Präparate ohne THC seien nicht ohne Nebenwirkungen. «Nicht umsonst sollten Schwangere keine CBD-Produkte einnehmen.» Es sei erschreckend, wie salonfähig der Konsum der Hanfpflanze auch ohne eine Legalisierung bereits sei. «Der Staat sollte Jugendliche schützen und aufklären, anstatt den Konsum straffrei zu machen.»
«Ein Blick ins Ausland sollte uns warnen», gibt Gabriella Hunziker zu bedenken. «In Kanada zeigten Statistiken, dass sich die Anzahl neuer Psychosen verdoppelte. Es gibt rund zehn Prozent mehr Betroffene mit Schizophrenie als vor der Legalisierung. Und auch Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss haben stark zugenommen.» Das Gleiche könne man auch jetzt bereits in Deutschland beobachten. «Die Kliniken, vor allem die Kinder- und Jugendpsychiatrien, sind jetzt schon voll und da will unsere Regierung auch noch Cannabis legalisieren.» Sollte die Regulierung der SGK-N durchkommen, so die Fachärztin, sei dies höchst bedenklich: «Die Befürwortung der Droge impliziert: Wenn es der Staat erlaubt, kann es ja nicht gefährlich sein.» Für Gabriella Hunziker ist klar: Auch der Schwarzmarkt würde nicht verschwinden. «Auch da sehen wir bei unseren Nachbarn, wie es läuft.» Gerade vor dem Hintergrund der geplanten Cannabis-Legalisation setzt sie sich seit Jahrzehnten für Prävention ein. Sie ist überzeugt: «Ein drogenfreies Leben führt zu eigenständigen jungen Menschen.»
Von Dominique Thomi
Sehr viele Fachärzte schätzen das total abmnders ein. Je nach Verabreichungmethode, Menge und andere Umstände kann es von Wohltuend bis leicht schädlich sein, im Vergleich zu den legalen Mitteln auf jeden Fall recht harmlos. Was soll diese Stimmingmache von einem einzigen Arzt, die auch noch die längst widerlegte Einstiegsdroge Theorie kommt, mit persönliche Erfahrungen als "Beweis".
Bart Wanner antwortenIch habe das erste mal Cannabis in den 1980er Jahren konsumiert. Danach war es die ganze Zeit präsent in meinem Leben. Nun als alter Mann kann ich als Reaktion auf solche Platz Spitz Cannabis Einstiegsdrogengeschichten nur schmunzeln. Bei den Nachbarn in Deutschland gab es am letzten Montag erst einen Bericht wonach nur noch 20% auf dem Schwarzmarkt kaufen, soviel dazu der Schwarzmarkt steigt..
ralf B antwortenWenn eine Psychiaterin für ein drogenfreies Leben eintritt, ist das grundsätzlich positiv. Andere Psychiater verabreichen Psychopharmaka oder sogar psychedelische Substanzen.
Walter Neuschitzer antwortenCannabis ist eine traditionelle Heilpflanze.
trextratron antwortenWas für eine Expertin! Cannabis ist also schädlich. Wie die Expertin sicherlich sagen will, ist das Alkohol eher nicht. Für die Gehirnentwicklung in modernen europäischen Staaten sozusagen unerlässlich. Mir wird schlecht.
heutemalich antworten"«Ein drogenfreies Leben führt zu eigenständigen jungen Menschen" ... Genau. Dies gilt vor allem für die gefährlichste Droge, Ethanol. Wo ist Ihr Statement zur Gefärlichkeit für junge Gehirne bei dieser Droge? Ich höre.
heutemalich antwortenJe mehr Psychiater, um so mehr psychosen.
Noel antworten
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