Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Gregor Baumann ist 41 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Die Garage Baumann AG ist seit 1982 ein Familienbetrieb mit der Markenvertretung Ford. Im Jahr 2003 trat Gregor Baumann (41) der Geschäftsleitung bei. Neben dem Verkauf von Ford-Personenwagen und -Nutzfahrzeugen kümmert sich das Werkstattteam mit Servicearbeiten und Reparaturen um die Fahrzeuge seiner Kunden. Die Oldtimer-Abteilung Baumann Classic Cars ist seit 2017 ein weiterer Geschäftszweig geworden.
Schwarzenbach Gregor Baumann, welche Termine stehen heute in Ihrer Agenda?
Heute stehen diverse Kundengespräche an. Am Nachmittag darf ich einer glücklichen Kundin ihr neues Fahrzeug übergeben. Dazwischen stehen noch tägliche und administrative Arbeiten an.
Was bedeutet Führung für Sie und was zeichnet Ihren Führungsstil aus?
Führung bedeutet für mich, ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiter motiviert und mit Freude ihre besten Leistungen abrufen können.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern besonders wichtig?
Ein respektvoller und konstruktiver Umgang auf Augenhöhe.
Mit wem und wo verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Meistens mache ich eine sehr kurze Mittagspause alleine. Somit kann ich auch besser alle Tagesaufgaben erfüllen. Ich geniesse dafür die Zeit am Abend mit meiner Familie sehr.
Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Ihrer Firma und in Ihrem Privatleben?
Ich finde Nachhaltigkeit und Wertschätzung sehr wichtig in unserer hektischen Zeit. Ich denke, es ist unsere Aufgabe, schonungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Ich sehe es jeden Tag an unseren Oldtimern im Showroom, dass Dinge über Jahrzehnte den Leuten Freude breiten und wertgeschätzt werden.
Was war Ihr erstes Sackgeld und was haben Sie dabei verdient?
Ich habe ein altes Töffli gekauft, es fahrbereit gemacht und wieder verkauft. Ich denke, es waren so 50 Franken Gewinn.
Was beschäftigt Sie zurzeit am meisten?
Am ehesten die schnelle Veränderung. Veränderung sehe ich positiv, aber mit der Geschwindigkeit, die allgemein angestrebt wird, wächst auch die Verunsicherung in den Menschen.
Wer hat Sie auf dem Weg zum Chef am meisten gefördert und gefordert?
Bei Förderern denke ich als Erstes an meine Eltern. Sie haben diesen Betrieb aufgebaut. Aber auch sicher mein Bruder Leander, der mit mir zusammen den Betrieb leitet. Gefordert werde ich am ehesten von unseren Ansprüchen an den geschäftlichen Erfolg.
Was wollten Sie als Kind werden?
Da kamen sogar zwei Berufe infrage: Militärpilot oder Astronaut.
Engagieren Sie sich als Firmenchef in der Gemeinde?
Ich bin seit ein paar Jahren in der Feuerwehr in Jonsch-wil/Schwarzenbach. Als Betrieb schon sehr lange im Gewerbeverein. Ich schätze die Begegnungen und Anlässe in der Gemeinde sehr. Ich habe sowieso sehr gerne mit Menschen zu tun.
Welchen Rat würden Sie Ihrem 18-jährigen Ich mit auf den Weg geben?
Alles was man tut, soll man mit Freude und Leidenschaft tun.
Wie bekommen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut?
Alles, unter einen Hut zu bringen, würde mein Leben, glaube ich, einschränken. Mir ist es wichtiger, dass beides ausgeglichen ist.
Welches Ziel haben Sie 2024 mit Ihrem Unternehmen?
Auf die Veränderung in unserer Branche bestmöglich zu reagieren, sodass unser Kunden weiterhin optimal betreut werden können.
Was tun Sie gegen denFachkräftemangel?
Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmässig und werden in Zukunft auch wieder Lehrlinge ausbilden. Wichtig finde ich auch, dass die Mitarbeiter individuell gefördert werden.
Wer soll als nächster Kandidat diese Fragen beantworten?
Ich nominiere Paloma Baumann. Sie ist Filialleiterin des Tui-Reisebüros in Wil.
pd/dot
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