Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Niklaus Amrhein ist 46 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Die Amrhein AG, Fensterbau – Schreinerei an der Bahnhofstrasse 115 in Uzwil wurde vor 18 Jahren mit Sitz in Oberuzwil gegründet. Seit Herbst 2022 hat das Unternehmen einen neuen Standort. Das Team der Amrhein AG stellt Fenster aus Holz und Holzmetall mit den aktuellsten Dämmwerten von A bis Z her. Entscheidend dabei ist, dass über 80 Prozent aus einheimischem Holz gefertigt wird. Als Dienstleisterin bietet die Firma einen Fensterservice, die Behebung von Glasbruch und Einbruchschäden, Insektenschutz und Katzentüren an.
Uzwil Niklaus Amrhein, welche Termine stehen in Ihrer Agenda?
Ich bin um 6 Uhr im Büro und erledige meine Pendenzen. Um 6.45 Uhr stehen eine Besprechung der Tagesabläufe und ein gegenseitiger Informationsaustausch mit den Teams zu den anstehenden Montagen und der aktuellen Produktion an. Anschliessend habe ich eine Besprechung mit dem Sekretariat und meiner Frau Claudia im Zusammenhang mit den Offerten und Rechnungen.
Was bedeutet Führung für Sie und was zeichnet Ihren Führungsstil aus?
Mein Führungsstil ist direkt. Ich versuche, die Mitarbeiter frühzeitig auf allfällige Fehler aufmerksam zu machen, um diese zu verhindern. Unser hoher Anspruch an die Qualität der Produkte und der Ausführung steht im kausalen Zusammenhang mit der Kundenzufriedenheit.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern besonders wichtig?
Ehrlichkeit, Offenheit und die Begeisterung für Neues.
Mit wem und wo verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Seit einem Jahr sind wir am neuen Standort, somit nur unweit von zu Hause entfernt. Zu Fuss bin ich in fünf Minuten daheim und geniesse mein Mittagessen mit der Familie.
Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Ihrer Firma und in Ihrem Privatleben?
Was wir von unserer Kundschaft erwarten, gilt auch für uns. Privat wie auch geschäftlich sind wir regional verankert. Der tägliche Einkauf, sogar die Freizeit und die Ferien verbringt meine Familie in der Schweiz. In der Firma verarbeiten wir HSH (Holz Schweizer Herkunft) ausschliesslich von Schweizer Lieferanten.
Was war Ihr erstes Sackgeld und was haben Sie dabei verdient?
Als Oberstufenschüler konnte ich in einem Möbelgeschäft bei der Auslieferung und dem Zusammenbau der Möbel mithelfen. Das Einkommen war abhängig vom Trinkgeld, das zusammengekommen ist, aber es war ein guter Zustupf.
Was beschäftigt Sie zurzeit am meisten?
Trotz Kriegen und Corona, das schweizerische Handwerk mit regionaler Bedeutung ist gut aufgestellt und hat entsprechend positive Antworten.
Wer hat Sie auf dem Weg zum Chef am meisten gefördert und gefordert?
Schon mein Lehrmeister Fridolin Schwager in Eschlikon ermunterte mich in seinem Kleinbetrieb zur selbstständigen Arbeitsweise. Folgende Anstellungen nach der Lehre in verschiedenen Schreinereien eröffneten mir den Weg zum eidgenössisch diplomierten Schreinermeister. Dazu gehörte auch, dass ich verantwortungsvolle Projekte umsetzen konnte.
Engagieren Sie sich als Firmenchef in der Gemeinde?
Ich versuche, mich regional aktiv einzubringen. Zurzeit bin ich Präsident ad interim des Schreinerverbands St.Gallen, Untersektion Untertoggenburg und Gossau. Ausserdem engagiere ich mich beim Hauseigentümerverband Uzwil-Flawil.
Wie bekommen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut?
Ich werde von meiner Frau Claudia im Offert-, Rechnungs- und Personalwesen sehr unterstützt. Dadurch ist ein gegenseitiges Verständnis da. Eigentlich ist das Wochenende für die Familie reserviert. Es gibt Ausnahmen wie in den zurückliegenden Monaten. Da halfen auch unser Sohn Levin und unsere Tochter Larina mit ihren entsprechenden Fähigkeiten am Neubau in der Freizeit mit.
Welchen Rat würden Sie einem Berufsmann/einer jungen Berufsfrau mit auf den Weg geben?
Ich empfehle, dass er oder sie den eigenen individuellen Weg gehen sollte. Ich würde meinen Weg ähnlich gestalten, jedoch mit meinen heutigen Kenntnissen modifiziert.
Was wollten Sie als Kind werden?
Schreiner. Mein Onkel in der Innerschweiz betrieb eine Schreinerei. Bei der Grossmutter war ich in den Ferien und so konnte ich dem Onkel in der Schreinerei helfen.
Welches Ziel haben Sie 2024 mit Ihrem Unternehmen?
Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Weiterhin neue Aufträge erhalten und sie erfolgreich ausführen. Das gute Verhältnis mit unseren Mieterinnen und Mietern im Geschäftshaus Villa Schöntal pflegen.
Was tun Sie gegen den Fachkräftemangel?
Wir sind bestrebt, dass unsere Mitarbeitenden mit ihrer langen Berufserfahrung in unserem Unternehmen bleiben. Aktuell suchen wir noch einen Schreiner oder eine Schreinerin.
Wer soll als nächster Kandidat diese Fragen beantworten und warum wählen Sie diese Person aus?
Lorenz Moser von der Moser AG Schreinerei – Holzhausbau in Oberuzwil. Wir konnten schon vieles miteinander realisieren.
pd/dot
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