Ramon Gschwend
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«Pro Lebensraum Kirchberg»-Präsident Pius Trost wünscht sich im Zusammenhang mit einem möglichen Windpark im Gebiet Alvensberg-Hamberg eine transparente Kommunikation aller Beteiligten gegenüber der Bevölkerung.⋌ ami
In Kirchberg regt sich seit längerem Widerstand gegenüber einem geplanten Windpark. An vorderster Front: der Verein Pro Lebensraum Kirchberg. Die Verantwortlichen informierten diese Woche an einer Medienorientierung über den aktuellen Stand ihres Engagements.
Auf der Iddaburg ist es drückend heiss und windstill, als Pius Trost die Presseinformation eröffnet. Wenn man den Ausführungen des Vereinspräsidenten und seines Vereinskollegen Robert Brem folgt, könnte man den Eindruck bekommen, es handle sich dabei sprichwörtlich um die Ruhe vor dem grossen Sturm.
Viele offene Fragen
Seit Bekanntwerden eines möglichen Windparks im Gebiet Alvensberg-Hamberg engagiert sich der Verein Pro Lebensraum Kirchberg dafür, dass der Bevölkerung das Mitspracherecht erhalten bleibt. Diese Mitsprache sieht er beim geplanten Windkraftprojekt der Windenergie Schweiz AG als bedroht. Damit die Mitbestimmung erhalten bleibt, wäre nach Ansicht von Pius Trost und seinen Mitstreitern insbesondere eine transparente Information nötig. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, haben sie vor einigen Wochen gegenüber Windenergie Schweiz, dem Kirchberger Gemeinderat sowie den örtlichen politischen Parteien einen Fragekatalog lanciert. Das Ergebnis der Aktion wurde an der Infoveranstaltung vom Montag präsentiert. Wie Robert Brem dabei betonte, blieben einige Fragen offen.
Kritisches Fazit
Im November 2025 wurde im Gebiet Sackgrütli eine Windmessanlage installiert, um die Eignung des Gebiets für Windkraftanlagen zu prüfen. Den Stand der bisherigen Auswertungen in Erfahrung zu bringen, war denn auch ein zentrales Anliegen des Vereins. Wie auf der Iddaburg zu erfahren war, hüllen sich die Projektverantwortlichen von Windenergie Schweiz darüber bislang in Schweigen. Der Verein bezeichnet dieses Verhalten als Geheimniskrämerei, welche einem offenen Dialog entgegenstünde. Vom Unternehmen würde man sich eine öffentliche Bekanntgabe der Windmessungen wünschen, wie dies bei vergleichbaren Projekten üblich sei, so Robert Brem. Er unterstellt dem federführenden Unternehmen, dass es keinerlei Interesse zeige, sich mit der betroffenen Bevölkerung oder dem Gemeinderat über die Windkraftanlagen auszutauschen. Dieses Verhalten stehe im Widerspruch zu ursprünglichen Aussagen.
Transparenz gefordert
Zum Abschluss der Presseorientierung wurde mehrfach betont, dass sich «Pro Lebensraum Kirchberg» die Möglichkeit einer zeitnahen und ausgewogenen Meinungsbildung wünscht. Dazu sei es aufgrund der Komplexität wichtig, dass die Bevölkerung laufend über den Stand des Projekts informiert würde. Hier sieht der Verein die Wind Energie Schweiz AG in der Pflicht. Sowohl Pius Trost als auch Robert Brem machten aus ihrer Sorge keinen Hehl, dass schlussendlich schlichtweg die Zeit für eine seriöse Beurteilung durch die betroffene Bevölkerung fehlen könnte. Dass die Energieversorgung sichergestellt werden muss, stellt der Verein nicht in Abrede. Es sei jedoch grundsätzlich zu prüfen, ob nicht eine breitere, differenziertere Betrachtung der Energieversorgung zielführender wäre.
Wiesy Imhof
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