Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Auf dieser Wiese entsteht frühstens 2023 ein neues Wohnhaus. (jis)
Seit einigen Monaten stehen vier Bauvisiere auf der Wiese hinter der Hausnummer 4 der Winterthurerstrasse und wehen ab und an im Wind. Bis dort ein neues Gebäude steht, dauert es aber noch einen Moment.
Sirnach Die Bewohner der Unterdorfstrasse 3a sowie die Anwohner der Winterthurerstrasse 6 blicken von ihrem Balkon aus auf die kleine Wiese. Diese ist zurzeit noch verwildert und von vier Gebäuden eingerahmt. Das bereits stehende Haus wurde im vergangenen Jahr renoviert und frisch gestrichen. Doch schon bald entsteht dort etwas Neues. Der Bauherr Fabrizio Croce, der mit seiner Firma Swiss Real Immo AG die Parzelle besitzt, weiss, was dort entsteht. «Es ist der Bau eines Mehrfamilienhauses geplant, das sich gut in den Sirnacher Kern einbetten wird», erklärt er. Geplant sind sechs 2,5-Zimmer-Wohnungen. Jeweils zwei im Parterre und auf der ersten und zweiten Etage. Zuoberst soll eine flächendeckende 3,5-Zimmer-Wohnung entstehen. «Die Neubau-Wohnungen im Zentrum sind für Singles, Senioren oder junge Paare gedacht», sagt er.
Hohe Preise und Verzögerung
Fabrizio Croce würde am liebsten schon morgen mit dem Baustart beginnen. «Gerne würden wir sofort starten und sind seitens Projektleitung eigentlich startklar. Nur, die dilettantische Positionierung unserer Politiker und der Europäischen Union im laufenden Ukraine-Konflikt schaden massiv uns Unternehmern und jeder möglichen Bautätigkeit. Unter dem Strich sind die Preise für das Bauen um ein Drittel gestiegen.» Er beobachtet den Sachverhalt genau und wird abwägen, wann der Spatenstich über die Bühne geht. «Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, wird im Jahr 2023 gebaut. Ansonsten erst in zwei Jahren», so Croce.
Sirnach als Vorbild
Damit solch ein Projekt umgesetzt werden kann, müssen einige Hürden genommen werden. «Sirnach hat eines der fähigsten Bauämter in der Ostschweiz. Sie sind zwar streng, das rechtfertigt jedoch die Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit der zuständigen Personen», erinnert sich Fabrizio Croce zurück. Doch nicht nur bei der Gemeinde fand das Projekt Anklang, sondern auch bei der anwohnenden Bevölkerung. «Das Projekt wird von den involvierten Parteien geschätzt und gefördert», sagt er zum Abschluss.
Von Jan Isler
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