Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Der Club Elegant in Oberbüren leidet besonders unter der Schliessung wegen des Coronavirus. das
Viele Unternehmen litten unter dem Lockdown. Doch eine Branche hat noch immer zu kämpfen: das Sexgeschäft. Bordelle dürfen nach wie vor nicht öffnen und fühlen sich im Stich gelassen. Zwei Sexarbeiterinnen und ein Club-Betreiber aus Oberbüren erzählen.
Oberbüren Das Schild «Heute geschlossen» musste mit dem Lockdown vielerorts nicht mehr nur für einzelneTage,sondernplötzlichdie ganze Woche über aufgestellt werden. Das bedeutete für viele Betriebe grosse finanzielle Einbussen und Existenzängste. So erging es auch dem Sexgewerbe. Doch während die meisten Branchen ihr Tagesgeschäft wieder aufnehmen konnten,bleiben die Türen der Sexclubs noch immer geschlossen.«Das ist für uns besonders hart», sagt Aleks*, Betreiber des Club Elegant in Oberbüren, der nicht mit Namen genannt werden möchte. Erst letzten Oktober wurde der Club eröffnet. Dass er die Türen ein halbes Jahr später schon wieder schliessen muss,ist ein Schlag ins Gesicht. Aleks führt durch die Räumlichkeiten. Es ist ein ungewohntes Bild: Alles ist neu und blitzblank, doch menschenleer. Zwar könne sich der Club finanziell noch über Wasser halten, doch es werde immer schwerer, so Aleks, der auch für Kost und Logie seiner vier Mitarbeiterinnen aufkommt.«Ich lasse sie nicht im Stich. Denn sie werden mich auch unterstützen, wenn wir dann endlich wieder öffnen», sagt er. Aleks wünscht sich dringend einen klaren Zeitplan, ab wann Sexbetriebe wieder öffnen können. Er hofft auf den 27. Mai, wenn der Bundesrat über weitere Lockerungen kommuniziert.
Darina Schweizer und Jana Cucchia
*Name der Redaktion bekannt
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